Aktuelles über das Institut für Tierökologie und Naturbildung

Aktuelles aus 2017/2016 vom Institut für Tierökologie und Naturbildung

22.08.2017 - Kinderbuch "Die Fledermaus" von Marko König


Unser ehemaliger Kollege und Freund, der Fotograf und Lehrer Marko König, hat ein Buch über Fledermäuse für Kinder herausgebracht.

Mit vielen Bildern und Grafiken wird das Leben der Fledermaus dargestellt und am Ende des Buches werden sogar Möglichkeiten zum selber Erforschen dieser geheimnisvollen Tiere vorgestellt!

 

Mehr Information hierzu finden sie unter Veröffentlichung und Presse


22.08.2017 - Monitoring von Polarfüchsen

Im aktuellen Sonderheft der Fachzeitschrift „Polar Research“ haben Polarfuchsforscher aus aller Welt gemeinsam einen Beitrag über das Monitoring dieser in einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes bedrohten Art verfasst. In dem Artikel, zu dem auch Johannes Lang vom Institut für Tierökologie und Naturbildung beigetragen hat, werden neben dem aktuellen Stand die Vorteile, Chancen, Herausforderungen und Empfehlungen für ein abgestimmtes Monitoring zusammengefasst.

 

Die übrigen Beiträge des Sonderheftes können kostenlos auf der Homepage von Polar Research heruntergeladen werden.

http://www.tandfonline.com/toc/zpor20/36/sup1?nav=tocList

Monitoring von Polarfüchsen
Berteaux_et_al_2017.pdf
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16.08.2017 - Natur und Landschaft

Die Haselmaus ist die kleinste Vertreterin der Schlafmäuse in Deutschland und zugleich Tier des Jahres 2017. Ihr Lebensraum wird unter anderem durch den Bau von Windenergieanlagen beeinträchtigt. Nun gibt es erstmals deutschlandweite Empfehlungen zum Umgang mit der Haselmaus bei Windenergieplanungen. Sie sind im Rahmen eines von uns gemeinsam mit Kollegen bearbeiteten und durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Projektes entstanden und wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft" veröffentlicht.

 

https://www.bfn.de/0401_2015.html?&cHash=403c0666635629746de70362729e7636&tx_ttnews%5Btt_news%5D=6138


10.05.2017 - Haselmausrundbrief

Seit dem Jahr 2006 betreuen wir gemeinsam mit unserem Kollegen Sven Büchner aus Sachsen das Landes- und auch das Bundesmonitoring der Haselmaus in Hessen. Mit der Hilfe vieler Ehrenamtler und Förster werden dazu zwei Mal im Jahr in ganz Hessen Nistkästen auf den Besatz mit Haselmäusen kontrolliert. Die Ergebnisse jedes Jahres werden in einem Rundbrief zusammengefasst. Die aktuelle Ausgabe mit den Ergebnissen aus 2015 ist jetzt erschienen.

Haselmausrundbrief 2017
HaselmausrundbriefHessen2017.pdf
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28.03.2017 - Wildkatzen im Soonwald auf der Fährte

Die Europäische Wildkatze ist in Deutschland streng geschützt. Erfreulicherweise haben sich die Bestände in den letzten Jahren in den Mittelgebirgen wieder ausbreiten können. Zunehmende Störungen in den Waldlebensräumen der Wildkatze werfen nun neue Fragen auf, die wir in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtier Stiftung als Projektträger und zwei weiteren Teams in den Jahren 2016-2019 zu klären versuchen. Im Vordergrund steht die Frage, inwieweit von stärkeren Störungen betroffene Waldgebiete weiterhin ihre Funktionen im Wildkatzenlebensraum als Ruhe-, Jagd- und Reproduktionshabitate erfüllen können. Im Fokus stehen dabei Bau und Betrieb von Windenergieanlagen im Wald. Unser Projektraum umfasst den Soonwald im Vorderen Hunsrück. Hier haben wir im Januar und Februar 2017 36 Wildkatzen in Lebendfallen fangen können und 12 der Katzen (6 Weibchen, 6 Männchen) mit GPS-Sendern ausgestattet, um ihr Raumverhalten in den nächsten Monaten verfolgen zu können. Aktuell verorten wir regelmäßig die Schlaf- und Ruheplätze der Senderkatzen und sammeln Wildkatzenhaare in einem Lockstockscreening für eine vergleichende Stresshormonanalyse. Eine ausführliche Projektbeschreibung, erste Ergebnisse und eine Fotogalerie unserer Arbeit ist unter nachfolgendem Link nachzublättern:

 

https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/start-der-feldarbeit-die-ersten-wildkatzen-sammeln-gps-daten

 


21.12.2016 - Erfassung und Monitoring von Rotwild

Im aktuellen Band 41 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung sind zwei Beiträge aus dem Institut für Tierökologie und Naturbildung erschienen, die sich mit der Erfassung und dem Monitoring von Rotwild beschäftigen. Olaf Simon und Johannes Lang beschreiben darin Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben.

 

Simon, O.; Lang, J. & Hupe, K. (2016): Eignung der Scheinwerfertaxation als praxisnahe Methode zur Erfassung von Rotwild im Frühling. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 41: 333-342.

 

Lang, J.; Simon, O. & Huckschlag, D. (2016): Möglichkeiten und Grenzen der Wildbestandsschätzung für Rotwild mittels retrospektiver Kohortenanalyse am Beispiel des Rotwildgebietes „Pfälzerwald“. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 41: 351-360.

 

Der Band kann über die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung http://www.wildtierforschung.de/inhalt/kontakt/index_kontakt.html bezogen werden. Bei Interesse können Sonderdrucke direkt bei den Autoren angefragt werden.

28.11.2016 - Wiederbesiedlung und Habitatpräferenzen der Europäischen Wildkatze im Rothaargebirge

Die Ergebnisse einer vom Institut für Tierökologie und Naturbildung in den Jahren 2009 bis 2011 großflächig durchgeführten Lockstockuntersuchung und Telemetriestudie liefern Hinweise zur „Wiederbesiedlung und Habitatpräferenzen der Europäischen Wildkatze im Rothaargebirge“. Die nun in „Naturschutz und Landschaftsplanung“ erschienene Studie zeigt unter anderem, dass Windwurfflächen die Lebensraumkapazität für Wildkatzen deutlich erhöht haben. Die Ergebnisse haben zum Beispiel bei der forstlichen Behandlung oder der Planung von Windenergieanlagen in Wäldern eine hohe Praxisrelevanz.

Wiederbesiedlung und Habitatpräferenzen der Europäischen Wildkatze im Rothaargebirge
Ergebnisse einer Raumnutzungsstudie mithilfe der GPS-Telemetrie
NuL11-16-337-344-Dietz.pdf
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21.11.2016 - Nadelöhr Brexbachtalbrücke der A48 als wichtiger Wildtierkorridor im Westerwald, Rheinland-Pfalz

Im Rahmen des bundesweiten Lebensraumverbundprojektes „Wildkatzensprung“ des BUND haben wir gemeinsam mit Kollegen des BUND und der Masgeik-Stiftung im nördlichen Rheinland-Pfalz im Westerwald einen großflächigen Korridor von den im südlichen Westerwald gelegenen Wildkatzenvorkommen hin zu den hessischen und nordrhein-westfälischen Wildkatzenvorkommen bearbeitet. Gemeinsam mit den Kommunen und Landesforsten wurden wildkatzenförderliche Maßnahmen im Wald und Offenland entwickelt und umgesetzt. Dort wo Waldkorridore auf starke Barrieren trafen, so die BABs A3 und A48 und die mehrspurig ausgebaute B414, wurden Barrierewirkung und Durchlässigkeit geprüft.

Die überregionale Bedeutung des Waldkorridors entlang des Brexbachtales unterhalb der Brexbachtalbrücke der A48 am nordwestlichen Rand der Montabaurer Höhe wird durch die Ergebnisse einer im Rahmen des Projektes durchgeführten Fotofallenstudie gelegt. Während der dreimonatigen Untersuchung wurden 187 Fotobelege von neun verschiedenen Säugetierarten im Talgang der Brücke dokumentiert. Die Nachweishäufigkeit von 40 Fotobelegen der Wildkatze im Talraum der Brücke belegt die funktionale Durchlässigkeit des Bachtales und macht die hohe Relevanz der Talbrücke für waldgebundene Wildtierarten deutlich. Diverse Zaunanlagen, abträgliche Flächennutzungen im Nahbereich der Talbrücke, zunehmende Flächenüberbauungen entlang der Siedlungsränder beidseitig der Talbrücke, eine durchführende Kreis- und Landesstraße haben die Durchlässigkeit für Wildtiere in der Vergangenheit bereits erheblich beeinträchtigt.

Die vorliegende Untersuchung soll den Behörden auf Kommunal- und Landesebene und politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung des Talbrückenkorridors verdeutlichen und eine zukünftige Sicherung des bereits verengten Talraumes angestoßen. Hierzu werden Erhaltungs- sowie Verbesserungsmaßnahmen empfohlen, die die Waldverbundachse entlang der Talsohle des Brexbaches dauerhaft sichern sollen. 

Wildkatze Brexbachtal
Schiefenhövel-Leuthold-Simon_Wildkatze B
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02.11.2016 - Wildmanagement in Nationalparken

Nationalparke sind Schutzgebiete, die sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder sich in einen solchen Zustand zeitnah entwickeln sollen. Ziel der Nationalparke ist es, einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten.

 

Obwohl die Nationalparkverwaltungen den Umgang mit Schalenwild als ein zentrales Managementproblem erkannt haben, gibt es bis heute keine einheitlichen Standards, weder bei der Festlegung und Definition von Schwellenwerten für die tolerierte Vegetationsbeeinflussung noch bei der Begründung und Vorgehensweise von Eingriffen in bzw. der Regulierung von Schalenwildbeständen.

 

Ziel eines vom Bundesamt für Naturschutz an ein Team von Fachleuten u.a. auch vom Institut für Tierökologie und Naturbildung beauftragten F+E-Vorhabens war es daher, einen Überblick über Grundlagen des Schalenwildmanagements in den Schutzgebieten zu geben sowie den Status quo in den deutschen Nationalparken zu erheben, systematisch darzustellen und zu bewerten. Auf dieser Basis wurden Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Konzepte und Praktiken des Managements von Schalenwild in den deutschen Nationalparken formuliert.

 

Der Abschlussbericht kann als barrierefreies PDF beim BfN kostenlos heruntergeladen werden.

 


02.11.2016 - Genetik von Haselmäusen

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa hat Alice Mouton von der Universität Liège (Belgien) die Genetik von Haselmäusen untersucht. Johannes Lang hat dazu Proben aus verschiedenen Gebieten in Deutschland beigetragen. Aus der nun in der Fachzeitschrift Conservation Genetics erschienenen Studie wird deutlich, dass Haselmäuse in Europa zwei deutlich voneinander unterscheidbare Linien bilden. Beide kommen auch in Deutschland vor, was unter anderem auch bei der Umsiedlung von Haselmäusen berücksichtigt werden muss.

 

Abonnenten können den Artikel auf der Homepage der Zeitschrift http://link.springer.com/article/10.1007/s10592-016-0892-8 herunterladen.

 

Bei Interesse können aber auch Sonderdrucke bei Johannes Lang angefragt werden.


12.10.2016 - Sondergutachten 2014

Im Jahr 2014 wurden wir vom Land Hessen beauftragt, den aktuellen Kenntnisstand zur Wildkatze in Hessen zusammenzuführen und vor dem Hintergrund der FFH-Berichtspflichten (Wildkatze als Anhang IV Art) auszuwerten. Neben dem aktuellen Verbreitungs- und Gefährdungsstand in Hessen werden im Bericht praktikable Methoden zur Fortführung des hessenweiten Wildkatzen-Monitorings diskutiert. Das in Hessen in den Jahren 2007-2014 in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Wildbiologie der Universität Gießen e.V. und uns durchgeführte landesweite Totfundmonitoring (Projekt FELIS) hat beispielhaften Modellcharakter auch für weitere Bundesländer.

 

Inzwischen ist das Gutachten auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie veröffentlicht und steht zum download zur Verfügung.

 

http://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/naturschutz/artenschutz/steckbriefe/Saeugetiere/Gutachten/Sondergutachten_2014_Wildkatze_Felis_silvestris.pdf

 


04.10.2016 - Säugetierkundliche Informationen

In der aktuellen Ausgabe der Säugetierkundlichen Informationen ist ein Beitrag von Johannes Lang, Ines Leonhardt und Annette Möller erschienen, in der die Autoren eine ungewöhnliche gefärbte Haselmaus beschreiben. Neben der erstmals beschriebenen Färbung zeigte der Fund außerdem, wie weit umgesiedelte Haselmäuse zurück in den Eingriffsbereich laufen können.

 

Lang, J.; Leonhardt, I. & Möller, A. (2016): Ein ungewöhnlich gefärbtes Exemplar der Haselmaus (Muscardinus avellanarius) aus Hessen. Säugetierkundliche Informationen 51: 177-180.

 

 

Das ganze Heft ist  für 10 Euro zzgl. Versand bei der AG Artenschutz (http://www.ag-artenschutz.de/literatur.htm) erhältlich.

 


25.05.2016 - Haselmausrundbrief

Seit dem Jahr 2006 betreuen wir gemeinsam mit unserem Kollegen Sven Büchner aus Sachsen das Landes- und auch das Bundesmonitoring der Haselmaus in Hessen. Mit der Hilfe vieler Ehrenamtler und Förster werden dazu zwei Mal im Jahr in ganz Hessen Nistkästen auf den Besatz mit Haselmäusen kontrolliert. Die Ergebnisse jedes Jahres werden in einem Rundbrief zusammengefasst. Die aktuelle Ausgabe mit den Ergebnissen aus 2015 ist jetzt erschienen.

Haselmausrundbrief
Die aktuelle Ausgabe mit den Ergebnissen aus 2015
LAMO_2015_MuscAvel_Rundbrief Auswertung.
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25.05.2016 - Lebensraumkonzept für Rotwild im Taunus erarbeitet

Die Rotwild-Hegegemeinschaft Taunus ist die flächenmäßig größte Hegegemeinschaft in Hessen. Aufgrund der Lage am Rand des Ballungsraums Rhein-Main bestehen besondere Herausforderungen, die Interessen von Erholungssuchenden, Förstern, Landwirten, Jägern und anderen Naturschützern mit den Lebensraumansprüchen des Rotwildes in Einklang zu bringen. Gemeinsam mit der Rotwildjägervereinigung im Taunus haben wir in den letzten Jahren ein Lebensraumkonzept für das Rotwild im Taunus erarbeitet. Das Konzept stellt eine wichtige Grundlage zur Bewältigung dieser Herausforderungen dar und soll allen am Naturraum Taunus und am Rotwild Interessierten helfen, geeignete Lösungen zu finden.

 

Das 128 Seiten starke und reich bebilderte Gutachten ist gegen eine Schutzgebühr von 10,00 Euro bei der Rotwildjägervereinigung www.rjv-taunus.de erhältlich.

 


15.05.2016-Tagungsband zum FELIS-Symposium erschienen

Gemeinsam mit Kollegen vom Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Landesbetrieb hessisches Landeslabor, dem Forschungsinstitut Senckenberg und dem Servicezentrum für Forsteinrichtung und Naturschutz von Hessen Forst (FENA) haben wir in den Jahren 2009-2014 mehr als 250 tot aufgefundene Wildkatzen, überwiegend aus Hessen, im Rahmen des Wildkatzenforschungsprojektes FELIS am Arbeitskreis Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen e.V. untersucht.

Der aktuell erschienene Symposiumsband des FELIS-Symposium vom Oktober 2014 in Gießen präsentiert nun die Untersuchungsergebnisse der FELIS-Arbeitsgruppen und bietet eine Zusammenschau neuester Aspekte der Wildkatzenforschung in Deutschland. Dabei ist es gelungen, unter Beteiligung aller Autoren, im Rahmen eines Workshops ein „Standardprotokoll Wildkatze“ als einheitliche Basis für zukünftige Todfund-Untersuchungen zu formulieren.

Die FELIS-Ergebnisse zeigen ein nahezu komplettes Bild des Status quo der untersuchten Populationen in Bezug auf Todesursachen, Krankheiten, Vitalität, Ernährung, Gefährdung und genetischer Struktur und unterstreichen damit die herausragende Bedeutung des Totfundmonitorings für die Bewertung des Erhaltungszustandes der Spezies Wildkatze nach der FFH-Richtlinie.

 

Der Tagungsband ist im Buchhandel (ISBN: 978-3-8359-6369-6) für 19,80 Euro erhältlich.

 


04.05.2016 -  Artikel zur wissenschaftlichen Untersuchung der Effekte von Geologgern auf Watvögel

Soeben ist im Magazin „Movement Ecology“ ein wissenschaftlicher Artikel erschienen, zu dem Johannes Lang gemeinsam mit Kollegen aus aller Welt Daten beigetragen hat. Untersucht wurden die Effekte von Geologgern auf Watvögel. Dabei kam heraus, dass diese Geräte unter bestimmten Bedingungen negative Effekte u.a. auf den Bruterfolg der damit ausgestatteten Vögel haben können. Bei den Sanderlingen in Grönland, die im Rahmen des Karupelv Valley Project u.a. von Johannes untersucht wurden, war das aber nicht der Fall.

 

Der komplette Artikel kann unter http://movementecologyjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40462-016-0077-6 kostenlos gelesen und heruntergeladen werden.

 


16.03.2016 -Wildkatzen in den Wiesbadener Waldgebieten

Für die Wälder des Rheingau-Taunus war das Vorkommen der Wildkatze seit längerem sowohl durch Sichtungen und Totfunde (Verkehrsopfer) als auch durch wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig nachgewiesen. Für den Wiesbadener Taunus wurden zwar gelegentlich Sichtungen gemeldet, ein sicherer Nachweis fehlte jedoch. Im Auftrag des Wiesbadener Umweltamtes hat das Institut für Tierökologie und Naturbildung unter Leitung von Olaf Simon im Winter 2011 / 2012 die Wiesbadener Waldgebiete untersucht und zahlreiche Tiere nachgewiesen.

Die Untersuchungsergebnisse werden vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Umweltamt, als "Untersuchung zum Vorkommen der Wildkatze (Felis silvestris silvestris) im Wiesbadener Wald im Winter 2011/2012" (Umweltbericht 23) herausgegeben. Die Broschüre mit zahlreichen Fotos, Karten und Tabellen kann unter folgenden Link heruntergeladen werden:

 

http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/umwelt/natur-landschaft/pflanzen-tiere/wildkatzen.php


24.02.2016 - Lebensraumgutachten Rotwild im Taunus übergeben

(Wetzlarer Neue Zeitung vom 15.02.2016) Wegen seiner ausgedehnten Waldflächen gehört der Raum Waldsolms seit jeher zum Kern des Rotwildvorkommens im Taunus. Am Freitagabend wurde nun ein Lebensraumgutachten für das Rotwild in der Region an die Jägerschaft, Forstverwaltung und Gemeinde übergeben. Das Gutachten beleuchtet auf 82 Seiten die Lebensverhältnisse des Rotwildes in der Jagdgenossenschaft Waldsolms im Osttaunus und enthält dabei realisierbare Empfehlungen zur Lebensraumgestaltung und Bejagung für die Zukunft. Verantwortlich für das Gutachten ist Olaf Simon vom Institut für Tierökologie und Naturbildung in Gonterskirchen. Der Waldsolmser Bürgermeister Bernd Heine nannte das unabhängige Gutachten eine hervorragende Grundlage zur Kooperation zwischen der Gemeinde und den Jagdpächtern.

 

Den vollständigen Artikel in der Wetzlarer Neuen Zeitung finden Sie hier.


02.02.2016 - Neues zur Genetik von Viren aus Kleinsäugern

Bisher ist nur wenig über das Vorkommen und die Ökologie von bestimmten Viruserkrankungen bei Kleinsäugern bekannt. Eines dieser recht neu entdeckten Viren ist das TULA Hantavirus der Feldmaus, das nach bisherigem Kenntnisstand für den Menschen nicht gefährlich ist.

Kolleginnen und Kollegen vom Friedrich Löffler Institut haben nun eine Arbeit über die Genetik dieses Virus vorgelegt. Das Material für diese Untersuchung fand sich in Feldmäusen, Erdmäusen und Schermäusen, die unter anderem auch Johannes Lang aus verschiedenen Projekten beigesteuert hat. Der Beitrag ist in der internationalen Fachzeitschrift „Archives of Virology“ soeben online erschienen.

 

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00705-016-2762-6


13.01.2016 - Was uns Fledermäuse über Wälder lehren

In Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 E.V. ist das Institut für Tierökologie und Naturbildung seit Jahren in verschiedenen Projekten tätig. Das Anliegen der ZGF besteht im Besonderern darin, den Schutz großer Wildnisgebiete in den Wäldern

Europas zu fördern.

Die aktuellen Projekte befassen sich mit den Waldgebieten der weißrussischen Belovezhskaya Pushcha an der Grenze zu Polen, sowie die Buchenwälder der ukrainischen Karpaten als auch die alten Buchenwälder in der Hohen Schrecke in Thüringen.

 

In einem Artikel von Dr. Markus Dietz in der Ausgabe Nr. 3/2015 des ZFG Magazines GORILLA vom 25.11.2015 berichtet er über die Fledermäuse in diesen Wäldern - einer fein abgestimmten Partnerschaft.  

 

Das gesamte Heft kann kostenlos unter https://fzs.org/de/aktuelles/publikationen/ heruntergeladen werden.